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Tauchgebiete
Anemonenriff
Das Anemonenriff ist ein komplett unter Wasser liegendes Riff,
dessen Spitze in etwa 4 meter Tiefe liegt. Das Riff fällt auf
eine iefe von etwa 25 Meter ab. Wie der Name schoen verrät,
ist das Riff komplett mit Anemonen bewachsen, die diversen Anemonenfischen
und Porzellankrabben sicheren Unterschlupf bieten. Ab einer Tiefe
von etwa 12 Meter findet man eine Vielfalt bunter Weichkorallen
und große Gorgonien. Die Strömung kann hier zeitweise
sehr stark sein. Neben harmlosen leopardenhaien und Muränen
findet man Dutzende verschiedener Riff-Fischarten, die das Anemonenriff
ihr zu Hause nennen.
Phuket Shark Point
Phuket Shark Point oder auch Hin Musang in Thai trägt seinen
Namen aufgrund der vielen Leopardenhai-Begegnungen an diesem wundervollen
Riff, das von vielen Tauchern als das beste Riff der Umgebung bezeichnet
wird. Nur ein kleiner Fals ist an der Wasseroberfläche zu sehen,
der sich allerdings unter Wasser in eine atemberaubende Landschaft
voller Formen und Farben verwandelt. Mit nur 20 Metern Tiefe, ist
der Shark Point auch für Anfänger geeignet und wird selbst
erfahrene Taucher nicht enttäuschen. Hier findet man aufgrund
der Planktonreichen Strömungen oft riesige Makrelen- und Barakudaschwärme,
sowie riesige Barscharten. Glückspilze sehen hier auch ab und
zu Hammerhaie und Walhaie.
Hin Daeng
Hin Daeng oder "Roter Fels" ist nach den riesigen Flächen
roter Anemonen benannt, die das Riffdach dieses Unterwasser-Felsmassivs
bedecken. Hin Daeng hat eine der tiefsten Wände in ganz Thailand,
die bis auf eine Tiefe von fast 70 Meter fällt. Berühmt
für regelmäßige Haibegegnungen und riesige Schwärme
von Barakudas und Makrelen, bietet Hin Daeng auch großen Stachelrochen,
Rotfeuerfischen, gigantischen Muränen, Leopardenhaien und Langusten
ein zu Hause.
Hin Muang
Hin Muang oder "Lila Fels" gehört zweifelsfrei in die Liste
der besten Tauchplätze in ganz Südostasien. Dieses gewaltige
und sehr lange Riff beginnt in einer Tiefe von etwa 12 Meter. Man
benötigt mindestens zwei bis drei Tauchgänge, um das gesamte
Riff zu umtauchen, in dem sich regelmäßig Walhaie treffen,
um in den planktonreichen Gewässern um Hin Daeng eine wahre
Fressorgie zu veranstalten. Neben all den bei Hin Daeng ansässigen
Fischarten sieht man hier auch oft Manta- und Adlerrochen. Hin Muang
ist ein wahres Paradies für Unterwasserfotografen, weil es
neben Weitwinkel auch für Makrofotografie interessant ist.
Wer sich as den Fischmassen sattgesehen hat und auf das Kleine,
Besondere Acht gibt, der wird hier Dutzende von Nacktschnecken,
Seepferdechen und Geisterpfeifenfischen finden, die sich im farbenprächtigen
Riff verstecken.
Koh Rock Nok
Ein Paradies aus zwei Inseln ist Koh Rock. Neben weißem Sandstrand
und kristallklarem Wasser, bietet Koh Rock fuer den Anspruchsvollen
Taucher eine ungeahnte Vielfalt maritimen Lebens. Zauberhafte Korallengärten
wechseln sich mit Felsstrukturen ab, in denen sich alle Riff-Fischarten
verstecken, die man aus den Fischführern für tropische
Gewässer kennt. Großfisch in Form von Manta und Walhai
kommt hier auch gelegentlich zu einem Besuch vorbei. Bei Koh Rock
ist der erfahrene Taucher und der Beginner gleichermassen gut aufgehoben.
Koh Ha
Eine wahrhaft abenteuerliche Traumlandschaft unter Wasser findet
sich bei Koh Ha, was übersetzt fünf Inseln heisst. Die
Sichtweiten liegen hier oft bei 30 Meter und mehr. Die tiefsten
Kanäle zwischen den Inseln liegen bei etwa 50 Meter. Die größte
der 5 Inseln ist Koh Ha Yai. Hier findet man eine riesige, Kathedralen-ähnliche
Höhle, in der man auftauchen und die darüber hängenden
Tropfsteine bewundern kann. Lampen werden hier keine benötigt,
denn das Licht findet seinen Weg hier durch den riesigen Eingang.
Ein Besuch dieser Höhle hinterlässt bei jedem Taucher
einen nachhaltigen Eindruck - man will einfach wiederkommen und
sich alles noch einmal ganz genau anschauen. Aufgrund der geografischen
Position der Inseln zueinander, kann Koh Ha bei fast allen Wetterbedingungen
betaucht werden.
Information über das King Cruiser
Wrack
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Am vierten Mai 1997 rammte die King Cruiser Fähre auf
ihrem Weg von Phuket nach Phi Phi ein auf dem Weg liegendes
und bei Tauchern sehr populäres Unterwasser Riff und
teilte es in zwei Hälften. Die Wucht des Aufpralls riss
ein großes Loch in einen der Rümpfe des riesigen
Stahlkatamarans. Nur 17 Minuten später sank der angeschlagene
Riese auf den Meeresgrund, wo er nun in einer Tiefe von 30
Metern in einem ganzen Stück und in waagerechter Lage
als perfektes Tauchwrack dient.
Alle 561 Passagiere, bestehend aus Thais und Touristen aus
aller Welt, konnten unverletzt gerettet werden, bevor die
Fähre etwa 10 Seemeilen vor Phi Phi sank. Polizei Patroullien-Boote
und etwa fünf Fischerboote nahmen die geschockten und
teilweise leicht verletzten Passagiere an Bord, nachdem sie
den Notruf über Funk gehört hatten. Eine ältere
Frau wurde leider schwer verletzt mit einem gebrochenen Rückgrat
in ein Krankenhaus eingeliefert.
Das Wrack liegt aufrecht in einer Tiefe von 30 Metern und
ist in einem Stück, obwohl mittlerweile der obere, vordere
Teil des Decks bereits zusammengebrochen ist. Der einfachste
und zugleich sicherste Einstieg in das Wrack ist durch den
hinteren Teil, wo sich die verschiedenen Lade- und Autodecks
befinden. Das obere Deck beginnt schon in nur zehn Metern
Tiefe und ist sehr einfach zu betauchen. Auf den Autodecks
findet man noch diverse Maschinenteile und Reifen.
Die nun mit Steinkorallen und Muscheln bewachsenen relings
führen Stufen hinauf durch Türen zum Passagierdeck,
in dem noch die Sitzreihen erkennbar sind. Natürlich
sehen die Aufenthaltsräme nicht mehr so einladend aus
wie zu "Lebzeiten" des King Cruisers, bevor sie
etwa 30 Meter "tiefergelegt" wurden. Das zusammengebrochene
Vorderdeck liegt auf 16 Meter Wassertiefe und um die bereits
mit Korallen und Muscheln bewachsenen Picknicktische und Stühle
tummeln sich bunte Riff-Fische, während man weiter hinten
große Schulen von Schnappern sehen kann, die hier Schutz
vor der teilweise starken Strömung suchen. Das obere
Deck ist von vorne bis hinten gespalten, was Ursache fuer
den Zusammenbruch gewesen sein mag. Weiter oben findet man
einen mit Luft gefüllten Eimer, der in einem Wirrwarr
von Stahlträgern eingeklemmt ist. Zwei Luftschächte
sind hart umkämpftes Revier zweier Papageifisch- und
Barschfamilien.
Natürlich ist der Untergang des King Cruisers ein trauriges
Ereignis, besonders wenn Menschen und besonders Natur darunter
leiden mußten. Das Anemonenriff ist heute mit abgebrochener
Spitze immer noch da, wo es immer war und beherbergt immer
noch eine Menge an farbenfrohem maritimen Leben. Ist auch
der eine Unterwasserriese etwas angeknackst, so ist der unter
Naturschutz stehende Bereich um den Shark Point letztendlich
um ein Riff reicher geworden. Das Wrack wurde zuerst vom Moskito
Diving Gründer Heinz Oswald und seinem Team im Rahmen
von Untersuchungen zum Unfallhergang für die Schiffseigner
Songserm Travel Centre Company und Ferry Line Plc betaucht.
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